Tagebuch einer Zweitfrau - die Neunte

Nach diesem besagten Tag war wieder einmal Funkstille... diese Zeit habe ich wohl verdrängt ich kann mich nichtmehr wirklich erinnern was da in diesem Monat des Schweigens passiert ist.. jedoch muss etwas passiert sein, denn lt. Tagebucheintrag haben wir am 20.06.2007 wieder E-Mails geschrieben.. wie immer ging es um das "eine" Thema..

 

es war ja nicht so das es ein Problem darstellte.. wir beide sahen diese Mails ja als Spaß, teilweise aber auch ernst.. wohin das führt dieses Spiel mit dem Feuer war wohl keinem so bewusst. Nur eins war klar wenn man sich traf oder ansah oder nur an den anderen dachte wurde ein Gefühl erweckt das man nicht verdrängen konnte. Der Atem wurde anstrengender die Augen erweiterten sich. Es war fast als würde der Körper sich auf einen Kampf vorbereiten. Er hatte auch zu kämpfen den dieses Gefühl war stark und es war so stark dass man ihm nicht entkommen konnte. Heute noch läuft es mir kalt über den Rücken wenn ich nur daran denke. Diese ganze Anspannung wurde nur besser wenn er mir gegenübersaß, naja die erste Zeit war die Anspannung noch schlimmer bis sie dann mit der Zeit nachgelassen hat, mein Körper musste sich zuerst an seine Anwesenheit gewöhnen. Es war ein Gefühl als würde mir immer etwas fehlen wenn er nicht da ist und wenn er dann bei mir war ist dieses Gefühl weg. Nur dann konnte ich wirklich ich sein. 

Diese Gefühle sind schrecklich.. einerseits wohl auch schön.. aber die totale Achterbahn. Ich weiß nicht ob ich es mir nocheinmal wünschen würde. Es ist wie eine Droge die einem nicht mehr los lässt. Mit ihr zu leben ist tötlich aber ohne sie ist es einfach kein Leben mehr. 

jedenfalls dieser besagte 20te Juni war ein Mittwoch. Es war der Tag an dem wir die gr. Besprechung hatten mit ca 65 Leuten. Das war der Tag im MOnat wo alle auch am Nachmittag im Büro waren. Er hatte zuerst noch gescherzt und wollte ich zu Mittag mit mir treffen, ging aber dann nicht weil er mit seinem Team ging. 

Die Kollegen durften ja nichts wissen, in seinem Team war es aber wohl kaum zu vermeiden.. was bestimmt nicht gut war den sein Gruppenleiter war der Freund einer guten Freundin von seiner Freundin.. (uhi is das jetzt kompliziert... also die Freundinnen von den beiden waren gute Freundinnen.. es wird nicht einfacher *G*) Eigentlich war ja ausgemacht das es zu Ende ist, wenn ich in der Firma anfange weil wir uns beide nur ärger einhandeln und es sicher für mich schlechter ausgeht als für ihn. Jedoch halten konnten wir uns nicht daran. Als die Besprechung dann anfing saß ich neben Andi. Mario kam herein und war ganz weiß gekleidet es war Sommer und irrsinnig heiß an diesem Tag somit auch verständlich. Er war immer gut gekleidet und saß toll aus. Das weiße T-Shirt umspielte verführerisch seinen Körper und die perfekt abgestimmten Flipflops machten das Outfit irgendwie sportlich. Aber nicht nur deswegen konnte ich den Blick nicht von ihm abwenden. Es war auch schwierig weil er sich genau in mein Blickfeld setzte. Ich musste ihn die ganze Zeit ansehen und ein Gefühl von einem Blitz ströhmte durch meinen Körper wenn er sich auch einen Blick zu mir leistete. Es war schwierig den Zahlen zu folgen die in der Präsentation geliefert wurden aber es war mir auch egal.. 

 

an diesem Tag habe ich mich auch endlich getraut ihn zu fragen wies bei ihm und seiner Freundin aussieht ob wieder alles im Lot ist... ? Auf diese Frage bekam ich jedoch keine Antwort.. vielleicht hätte ich fragen müssen ob es jemals im Lot war? 

Am nächsten Tag war ich bei ihm auf einen Kaffee für ein paar Stunden. Bis seine Kundschaft kam, mich wunderte es das er nicht heim gefahren ist das macht er sonst immer. Aber er war total schreg. Er konnte den Blick noch von mir abwenden und irgendwann war er dann sogar so weit das er meine Bluse aufmachte. Natürlich war es auch wieder viel blödes Gerede. Man muss ihn kennen, er ist einfach ein lustiger lebensfroher Mensch der gerne viel redet (ist ja auch irgendwie sein JOb) aber im Grunde ist er nur einer der redet und nicht handelt. Es fällt ihm total schwer. Als er dann mal aus seinem Büro ging habe ich es nicht lassen können und habe seine Mails angesehen. Mir ist dann eines vom 6. November 2006 aufgefallen. Da drinnen stand das dieser Peter Papst (der heißt wirklich so und ist wirklich ein Pfarrer) die beiden gerne endlich aus der wilden Ehe befreien möchte und sie nun endlich trauen will.. meine Gedanken waren durcheinander. Ich musste mich konzentrieren nicht die Fassung zu verlieren. Was sollte das? Will er sie wirklich heiraten? 

 

10.6.09 23:22

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(11.6.09 00:29)
Zweitfrau? Sowas nennt man billige Schlampe! Aus Beziehungen hält man sich raus, fertig.


(11.6.09 22:35)
tja ich weiß garnicht was ich auf das Comment sagen soll.. außer zwei dinge... wir hatten noch nie sex also ist schlampe wohl übertrieben, das es nicht richtig ist weiß man, doch was wenn man nicht anders kann?


(22.6.09 08:28)
ihr hattet noch nie sex?

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